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Gut vorbereitet an Bord

Seekrank auf Kreuzfahrt? Das können Sie tun.

Von Kabinenlage und Horizontblick bis zu Armband, Ingwer und Medikamenten: Was sinnvoll sein kann – und wo die Grenzen liegen.

Blick vom Kreuzfahrtschiff auf das Meer und die Rettungsboote
  • Ohne Medikamente beginnen
  • Hilfen ehrlich einordnen
  • Bei Bedarf beraten lassen

Bevor es unangenehm wird

Ein paar einfache Entscheidungen können helfen.

Bei Seekrankheit passen die Bewegungen, die Gleichgewichtsorgan und Augen wahrnehmen, nicht gut zusammen. Nicht jeder reagiert gleich; auch ruhige See ist keine Garantie.

Ruhigeren Platz wählen

In der Schiffsmitte ist die Bewegung häufig geringer als ganz vorn. Wenn Sie empfindlich sind, berücksichtigen Sie die Kabinenlage schon bei der Buchung.

Horizont statt Bildschirm

Schauen Sie draußen auf einen festen Punkt am Horizont. Legen Sie Bücher, Filme und Smartphone weg, wenn Ihnen dabei übel wird.

Frische Luft und Ruhe

Gehen Sie, wenn möglich, an die frische Luft, atmen Sie ruhig und machen Sie eine Pause. Ausreichend Schlaf und weniger Alkohol sind ebenfalls vernünftige Vorbereitung.

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Ohne Arzneimittel

Was ist mit Akupressur-Armband und Ingwer?

Akupressur-Armbänder: Manche Reisende empfinden sie als angenehm und möchten sie ausprobieren. Die bisherige Forschung zeigt jedoch keinen verlässlichen Nutzen über einen Placeboeffekt hinaus. Sie sollten nicht als sichere Vorbeugung verkauft werden.

Ingwer: Als Tee, Keks oder Bonbon kann er für manche eine unkomplizierte Ergänzung sein. Die Studien zur Vorbeugung von Reisekrankheit widersprechen sich. Bei Nahrungsergänzungsmitteln und regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollten mögliche Wechselwirkungen vorab besprochen werden.

Ruhig atmen und ablenken: Gleichmäßiges Atmen, Musik und frische Luft können Beschwerden lindern. Reagieren Sie früh auf erste Anzeichen, statt den Tag an Bord „durchzuhalten“.

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Wenn mehr Hilfe nötig ist

Medikamente und Pflaster rechtzeitig besprechen.

Es gibt wirksame Arzneimittel gegen Reisekrankheit, darunter bestimmte Antihistaminika. Auch Wirkstoffpflaster können je nach Land und individueller Eignung eine Option sein. Viele Mittel wirken am besten, wenn ihre Anwendung rechtzeitig vor der Bewegung geklärt wird. Welche Möglichkeit zu Ihnen passt, hängt von Alter, Vorerkrankungen, Schwangerschaft, anderen Medikamenten und möglichen Nebenwirkungen ab.

Müdigkeit ist eine häufige Nebenwirkung. Auch trockener Mund oder andere Beschwerden können auftreten. Nehmen Sie nicht einfach ein Mittel einer mitreisenden Person und ändern Sie die Anwendung eines Pflasters nicht eigenständig. Lassen Sie sich vor Abreise ärztlich oder in der Apotheke beraten.

Bei starkem oder anhaltendem Erbrechen, Kreislaufproblemen oder ungewöhnlichen Beschwerden wenden Sie sich an das medizinische Team an Bord. Nicht jede Übelkeit auf einer Reise ist Seekrankheit.

Beispielpackung eines Mittels gegen Reiseübelkeit mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat
Arzneimittel sollten nicht allein nach einer Packung ausgewählt werden. Keine Produktempfehlung.

Vor der Reise klären

Ihr kurzer Check für die Reiseapotheke.

Persönliche Empfindlichkeit und Reiseverlauf besprechen
Arzneimittel auf Eignung und Wechselwirkungen prüfen
Regelmäßig benötigte Mittel ins Handgepäck packen
Anwendung und mögliche Müdigkeit vorher klären
Bei Kindern oder Schwangerschaft extra beraten lassen
Bordarzt und Reiseversicherung im Blick behalten

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zur Seekrankheit.

Hilft ein Akupressur-Armband sicher?

Nein. Sie können es ausprobieren, wenn Sie es angenehm finden; ein verlässlicher zusätzlicher Effekt ist wissenschaftlich nicht belegt. Verlassen Sie sich bei starker Anfälligkeit nicht allein darauf.

Soll ich ein Medikament erst nehmen, wenn mir übel ist?

Viele Mittel gegen Reisekrankheit sind vor Beginn der Bewegung wirksamer. Lassen Sie vor der Reise beraten, ob und wann ein Mittel für Sie geeignet ist; wenden Sie es nach Packungsbeilage beziehungsweise ärztlicher Anweisung an.

Ist Seekrankheit auf großen Schiffen ausgeschlossen?

Nein. Größere Schiffe können ruhiger liegen, aber Seegang, Route und persönliche Empfindlichkeit unterscheiden sich. Eine konkrete Kabine oder Reise lässt sich nicht als „seekrankheitsfrei“ versprechen.

Welche Kreuzfahrt passt zu Ihrem Reisestil?

Wir vergleichen Schiff, Kabinenlage, Route und Reisetempo persönlich mit Ihnen. Medizinische Fragen klären Sie ergänzend mit Arzt oder Apotheke.